IT-Security · Persönliche Sicherheit & Malware

Malware erkennen und sich schützen

Die vier Malware-Arten unterscheiden, Risiken im Alltag einschätzen und begründen, welche Schutzmassnahme in welcher Situation hilft. Wähle deinen Zugang.

Die Kernaufgabe

Ziel: Deine Daten bleiben privat und sicher. Malware sind Schadprogramme, die Daten löschen, Passwörter stehlen, Geräte ausspionieren oder Geld erpressen können.
  1. Ordne die vier Malware-Arten ihrer Beschreibung zu.
  2. Begründe zu zwei Arten, warum sie gefährlich sind.
  3. Nenne für ein Alltagsbeispiel die passende Schutzmassnahme und erkläre sie in einem Satz.

Wähle deinen Zugang:

Zugang A – Mit Unterstützung

Die Hilfen erklären die Begriffe und führen dich durch die Zuordnung.

Die vier Malware-Arten

  • Virus – infiziert Dateien und verbreitet sich beim Öffnen weiter.
  • Wurm – verbreitet sich selbstständig über Netzwerke und das Internet, ohne dass man etwas öffnet.
  • Trojaner – tarnt sich als nützliches Programm, richtet im Hintergrund aber Schaden an.
  • Ransomware – sperrt Dateien oder den ganzen PC und fordert Lösegeld.

Ordne zu

Leitfragen

  1. Braucht das Programm eine andere Datei oder eine Handlung, um sich zu verbreiten – oder geht es allein?
  2. Tut das Programm nur so, als wäre es harmlos?
  3. Wird direkt Geld gefordert?

Satzanfang für deine Begründung

«Diese Malware ist gefährlich, weil sie … und man sie oft nicht sofort bemerkt, da …»

Selbstcheck

Zugang B – Eigenständig

Schätze für jedes Alltags-Szenario ein: sicheres Verhalten oder Risiko? Die Rückmeldung erscheint pro Szenario.

Selbstcheck

Zugang C – Vertiefung: Phishing entlarven

Die gefährlichste Malware landet oft per E-Mail. Untersuche diese Nachricht und finde die Warnzeichen.

Von: Swiss-Bank Sicherheit <service@swiss-bank-secure.ru>
Betreff: DRINGEND – Ihr Konto wird gesperrt!

Sehr geehrter Kunde,
wir haben eine ungewöhnliche Aktivität festgestellt. Bestätigen Sie innerhalb von 24 Stunden Ihre Daten, sonst wird Ihr Konto gesperrt.

➤ hier-konto-bestaetigen.click/login

Mit freundlichen Grüssen,
Ihr Sicherheitsteam
💡 Denkimpuls: Echte Banken fragen nie per Mail nach Passwörtern und setzen keine Fristen unter Druck. Achte auf Absender, Link und Tonfall.

Welche Warnzeichen erkennst du? (mehrere möglich)

Deine Denkaufgabe

  1. Welches einzelne Warnzeichen ist für dich am eindeutigsten – und warum?
  2. Begründungsfrage: Warum arbeiten solche Mails bewusst mit Zeitdruck und Angst («24 Stunden», «gesperrt»)?
  3. Transferfrage: Ein Kollege hat auf den Link geklickt und seine Daten eingegeben. Welche drei Schritte empfiehlst du ihm sofort – und in welcher Reihenfolge?
Die Warnzeichen: fremde Absender-Domain (.ru statt echte Bankadresse), künstlicher Zeitdruck (24 Stunden, «wird gesperrt»), unpersönliche Anrede («Sehr geehrter Kunde»), verdächtiger Link (.click statt der echten Bank-Domain) und die Aufforderung, Daten zu bestätigen – das tun echte Banken nie per Mail. Nach einem Klick gilt: 1. sofort das Passwort ändern (von einem sicheren Gerät), 2. die Bank über den offiziellen Kanal informieren und Konto sperren lassen, 3. Gerät auf Malware prüfen und Vorfall melden.

Selbstcheck

Lösungen und Erwartungshorizont – für die Lehrperson

Zugang A – Zuordnung

BeschreibungArt
Infiziert Dateien, verbreitet sich beim ÖffnenVirus
Verbreitet sich selbstständig über NetzwerkeWurm
Tarnt sich als nützliches ProgrammTrojaner
Sperrt Dateien und fordert LösegeldRansomware

Zugang B – Szenarien

  • Software-Update sofort installieren → sicher (schliesst Sicherheitslücken).
  • Anhang einer unbekannten Mail öffnen → Risiko (typischer Malware-Weg).
  • Für jeden Dienst dasselbe Passwort → Risiko (ein Leck betrifft alle Konten).
  • Regelmässig Backups anlegen → sicher (schützt vor Ransomware-Datenverlust).
  • Gratis-Programm von unbekannter Seite laden → Risiko (Trojaner-Gefahr).

Zugang C – Phishing

Warnzeichen: fremde Absender-Domain (.ru), Zeitdruck/Drohung, unpersönliche Anrede, verdächtiger Link (.click), Aufforderung zur Datenbestätigung. Sofortmassnahmen nach Klick: Passwort ändern → Bank/Institution informieren und Konto sperren → Gerät prüfen und Vorfall melden.

Erwartungshorizont Denkaufgabe: Zeitdruck und Angst schalten das kritische Nachdenken aus – die Betroffenen sollen handeln, bevor sie prüfen. Das ist der Kern von Social Engineering.

Anschluss ans Merkblatt: Die Aufgabe verbindet die Malware-Arten mit den Schutzmassnahmen und macht das Schlusswort «Klick nicht alles an, was blinkt» praktisch erfahrbar.