Fachrechnen · Pharma-Assistentinnen · Dichte

Rechnen mit der Dichte

Aus Masse und Volumen die Dichte bestimmen – und umgekehrt beurteilen, ob eine Menge in ein gegebenes Gefäss passt. Die Dichte verbindet Gewicht und Rauminhalt. Wähle deinen Zugang.

Die Kernaufgabe

In der Apotheke sollen 100 g Glycerin in eine 100-ml-Veral-Flasche abgefüllt werden. Glycerin hat eine Dichte von 1,26 g/ml.

Dichte D = Masse m ÷ Volumen V  →  V = m ÷ D
  1. Berechne, welches Volumen 100 g Glycerin einnehmen.
  2. Zeige deinen Rechenweg mit Einheiten.
  3. Beurteile in einem Satz, ob die Menge in die 100-ml-Flasche passt.

Wähle deinen Zugang:

Zugang A – Mit Unterstützung

Die Hilfen führen dich von der Masse zum Volumen und zur Beurteilung.

Merke

  • Dichte sagt, wie viel Gramm ein Milliliter wiegt (Einheit g/ml).
  • Gesucht ist hier das Volumen: Du stellst die Formel nach V um → V = m ÷ D.
  • Beurteilung: Passt V in die Flasche, wenn das berechnete Volumen kleiner oder gleich 100 ml ist?

Rechenrahmen – trag die Werte ein

g
g/ml
ml

Leitfragen

  1. Welche Grösse ist gegeben, welche gesucht?
  2. Wie stellst du D = m ÷ V nach V um?
  3. Ist das berechnete Volumen grösser oder kleiner als 100 ml?

Satzanfang für dein Ergebnis

«100 g Glycerin nehmen ______ ml ein; die Menge passt / passt nicht in die 100-ml-Flasche, weil …»

Selbstcheck

Zugang B – Eigenständig

Löse die Aufgabe ohne Hilfen. Zum Prüfen kannst du dein Ergebnis eintragen.

Ergebnis prüfen (freiwillig)

ml

Selbstcheck

Zugang C – Vertiefung

Von jeder Substanz sollen 100 g in eine 100-ml-Veral-Flasche. Entscheide für jede, ob die Menge Platz hat – rechne dazu das Volumen im Kopf oder auf Papier.

💡 Denkimpuls: Du musst nicht immer rechnen. Überlege: Bei welcher Dichte nehmen 100 g mehr als 100 ml ein – bei hoher oder bei niedriger Dichte?

Passt 100 g in die 100-ml-Flasche?

Deine Denkaufgabe

  1. Bei welchen Substanzen passt die Menge – und was haben deren Dichten gemeinsam?
  2. Begründungsfrage: Warum passen 100 g Wasser (D = 1,0 g/ml) genau in eine 100-ml-Flasche, 100 g Wundbenzin (D = 0,68 g/ml) aber nicht?
  3. Transferfrage: Formuliere die Faustregel: Ab welcher Dichte passen 100 g sicher in 100 ml?
100 g nehmen genau dann 100 ml oder weniger ein, wenn die Dichte ≥ 1,0 g/ml ist – dann drängt sich die Masse auf ein kleineres Volumen zusammen. Ist die Dichte kleiner als 1,0, brauchen 100 g mehr als 100 ml und passen nicht. Deshalb passen Sorbitol-Lsg. (1,29) und Wasser (1,0) knapp, während Erdnussöl (0,915) und Wundbenzin (0,68) übervoll wären. Die Faustregel lautet: Dichte ≥ 1,0 g/ml → passt.

Selbstcheck

Lösungen und Rechenwege – für die Lehrperson

Kernaufgabe: 100 g Glycerin, D = 1,26 g/ml, 100-ml-Flasche

  • Volumen: V = m ÷ D = 100 g ÷ 1,26 g/ml ≈ 79,4 ml.
  • Beurteilung: 79,4 ml < 100 ml → die Menge passt problemlos.

Beispielsatz: «100 g Glycerin nehmen rund 79 ml ein und passen damit gut in die 100-ml-Flasche.»

Zugang C: je 100 g in 100-ml-Flasche (V = 100 ÷ D)

SubstanzDichteVolumen von 100 gPasst?
Erdnussöl0,915 g/ml≈ 109,3 mlnein
Sorbitol-Lsg. 70 %1,29 g/ml≈ 77,5 mlja
Wundbenzin0,68 g/ml≈ 147,1 mlnein
Wasser1,0 g/ml100 mlja (genau)

Erwartungshorizont: 100 g passen genau dann in 100 ml, wenn die Dichte ≥ 1,0 g/ml ist. Substanzen leichter als Wasser (Dichte < 1,0) brauchen mehr Volumen und laufen über. Faustregel: Dichte ≥ 1,0 g/ml → 100 g passen in 100 ml.

Anschluss an das Lehrmittel: Diese Aufgabe entspricht direkt den Aufgaben 12 und 13 (Kapitel 2) und verbindet die Umstellung der Dichteformel mit der praktischen Beurteilung einer Einwaage.